StartseiteIsländer ReitenIsländer FahrenIslandpferde HaltungTiermedizinIsländer VerkaufTV mit Tieren

Sie sind hier: Startseite > Tiermedizin

Hufrehe

Hinterhuf. Deutlich zu sehen sind Rotation und Hufbeinsenkung

Obwohl Hufrehe relativ häufig vorkommt, ist es noch immer eine Krankheit, bei der viele Unklarheiten bestehen. Viele Pferdebesitzer glauben, dass nur Ponys und diese auch nur im Frühjahr betroffen sind. Tatsache ist allerdings, dass alle Pferde jederzeit erkranken können. Deshalb ist es für alle Pferdebesitzer wichtig, die Folgen eines Hufreheschubes zu (er-)kennen.

Was ist Hufrehe?
Hufrehe ist eine extrem schmerzhafte Erkrankung des Hufes, die durch Veränderungen in der normalen Durchblutung des Hufes entsteht. Dadurch kommt es zu einer Entzündung bestimmter Hufstrukturen, die dadurch geschwächt werden. In schweren Fällen kann es zu einer Absenkung oder Rotation des Hufbeines kommen. Der Knochen kann sogar durch die Sohle durchbrechen. Die Hufrehe gibt es in zwei Formen: Akut und chronisch. Bei der akuten Form treten die Symptome plötzlich auf und sind schwerwiegend. Die chronische Hufrehe ist meist eine Folge früherer Reheschübe und ihre Symptome entwickeln sich langsam.

Woran erkenne ich, dass mein Pferd Hufrehe hat?
Anzeichen einer akuten Hufrehe:

 

Blutungen in der Hufsohle hinten rechts

 

Anzeichen einer chronischen Hufrehe:

Schnabelhuf mit Knick in der Zehenwand. Schlechte Hornwand durch laufende Reheschübe

 

Was muss ich tun, wenn mein Pferd Anzeichen einer Hufrehe zeigt?
Wenn Ihr Pferd Anzeichen einer akuten Hufrehe zeigt, sollten Sie sofort Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt rufen. Hufrehe ist ein Notfall! Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto besser!

Während Sie auf Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt warten, sollten Sie alles tun, um Ihrem Pferd zu helfen:

Ich dachte immer, dass nur fette Ponys an Hufrehe erkranken!
Prinzipiell kann jedes Pferd an Hufrehe erkranken. Manche Pferde sind jedoch anfälliger als andere. Folgende Faktoren erhöhen das Risiko einer Hufreheerkrankung:

Was wird meine Tierärztin/mein Tierarzt unternehmen?
Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt wird Ihr Pferd untersuchen, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um Hufrehe handelt. Dazu wird sie/er:

Die Behandlung hängt von der Schwere der Erkrankung ab und kann folgendermaßen aussehen:

Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt wird sich mit Ihrem Hufschmied in Verbindung setzen und mit ihm darüber beraten, was für Ihr Pferd am Besten ist. Wenn Ihr Hufschmied verhindert ist, kann Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt am Huf Strahlpolster anbringen.

Es ist sehr wichtig, dass Sie sich genau an die Anweisungen Ihrer Tierärztin/Ihres Tierarztes halten und sie/ihn über die Erkrankung auf dem Laufenden halten. Unglücklicherweise, kommt es in schweren Fällen zu irreversiblen Veränderungen am Huf. Diese können dem Pferd so große Schmerzen bereiten, dass das Pferd eingeschläfert werden muss. Das ist häufig dann der Fall, wenn mit der Behandlung zu spät angefangen wurde.

Kann mein Pferd wieder geritten werden?
Die meisten Pferde, die wegen Hufrehe behandelt worden sind, können wieder geritten werden. Allerdings hängt es davon ab, wie schwerwiegend die Erkrankung war und wie gut Ihr Pferd auf die Therapie angesprochen hat. Sie sollten mit dem Reiten auf jeden Fall solange warten, bis Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt dazu "grünes Licht" gibt. Ein Pferd, das einmal an Hufrehe erkrankt war, ist wesentlich anfälliger für neue Reheschübe. Es ist deshalb umso wichtiger, dass Sie Ihr Pferd genau beobachten, und bei den ersten Anzeichen von Hufrehe sofort Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt rufen.

Was kann ich tun, um einen erneuten Hufreheschub zu verhindern?
Um einen erneuten Reheschub zu verhindern, sollten Sie am Alltag Ihres Pferdes dauerhafte Veränderungen vornehmen. Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt berät Sie gerne dabei. Folgende grundlegende Dinge sollten Sie beachten:

Andere Veränderungen, die Sie am besten mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt absprechen, sind:

Eine weitere Sammlung an Informationen u.a. von betroffenen Pferdebesitzern unter: Hufrehe-Forum

Autorin: Petra Schrader

Suchen nach

Allgemein