Borreliose

Borreliose - Null Bock mehr?

Ihr Pferd wirkt plötzlich kraftlos, magert ab, leidet an Ekzemen oder Augenentzündungen, hat Herz und Gleichgewichtsprobleme? Es lahmt scheinbar ohne Grund? Eine klare Ursache läßt sich nicht finden und trotz bester Pflege verschlechtert sich der ohnehin bedrohliche Allgemeinzustand Ihres Pferdes rapide? Dann haben Sie hoffentlich einen Tierarzt, der über Borreliose Erkrankungen bei Pferden informiert ist und noch rechtzeitig eingreifen kann.

Klein, aber gemein die Zecke Ixodes

IxodesDie sog. LymeBorreliose wird vom gemeinen Holzbock, einer Zecke der Gattung Ixodes, auf Menschen und Tiere übertragen. Diese Zeckengattung ist zwischen 3% und 15 % mit dem Bakterium "Burgdorferi" infiziert, das Borreliose auslöst. Während Diagnoseverfahren und Impfstoffe für Menschen und Kleintiere entwickelt wurden, ist über die Infektion, Diagnose und Behandlung von Pferden bisher wenig bekannt.

Die Universitäten schlafen

Ein niedersächsischer Tierarzt, der aus Gründen des Standesrechtes nicht genannt werden möchte, kämpft seit Jahren für eine wissenschaftliche Erforschung der Lyme Borreliose bei Pferden und die Entwicklung eines StandardDiagnoseverfahrens. Mit AntikörperTests ließ sich nachweisen, daß fast 5o % aller Weidepferde mit Borreliose infiziert sind.40 % der Infizierten bleiben gesund d.h., das Risiko der BorrelioseErkrankung unserer Pferde liegt nach der Infektion bei 6o% Es wird daher höchste Zeit, Standard DiagnoseTests zu bekommen und einen Impfstoff für Pferde zu entwickeln.

Gefährliche Zeiten

Die Ansteckungsgefahr ist in den Monaten März/April und August/September am höchsten. Der zeitliche Abstand zwischen Infektion und Krankheitsausbruch ist noch nicht erforscht, weshalb Wachsamkeit vom Frühsommer bis Spätherbst angebracht ist.

Was können Sie tun?

Bei Verdacht auf Lyme Borreliose informieren Sie unverzüglich Ihren Tierarzt. Läßt sich eine Infektion mit dem Bakterium Burgdorferi in Verbindung mit den beschriebenen Krankheitssympthomen nach- weisen, muß das Pferd sofort antibiotisch behandelt werden! Über die Dosierung des Antibiotikums und die Häufigkeit der An wendung kann Ihr Tierarzt bisher nur auf Grund seiner Erfahrung entscheiden.

Autorin: Regine Diepold, veröffentlich im "Paddock" 2/2000


(C) 2008 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken